Die vorliegende Pflegekonzeption dient der Ambulanten Krankenpflege
cum laude GmbH
als Arbeits- und Entwicklungsgrundlage und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als fachliche Orientierung. Die Pflegekonzeption entstand unter Mitwirkung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Konzeptentwicklung wurde extern moderiert.

Die Entwicklung der Pflegekonzeption ist für den Pflegedienst ein Bestandteil der Qualität entwicklung. Mit der Konzeptionsentwicklung sind die folgenden Wirkungen verbunden:

+ die interne Zusammenarbeit vertiefen
+ die Fachlichkeit entwickeln die professionelle Arbeit
   aus Leitbildern, Werten und Zielen ableiten
+ die Transparenz der Stärken und Schwächen herstellen
+ die Qualitätsdimensionen in der tägliche Arbeit beachten
+ neue Entwicklungsperspektiven eröffnen
+ verbindliche Festlegungen zur Arbeitserleichterung treffen
+ auftretende Reibungsverluste vermeiden.


Die Pflegekonzeption wird in halbjährlichen Abständen und nach Bedarf
aktualisiert. Wir verstehen unter einem Leitbild (auch Unternehmensphilosophie oder Unternehmensgrundsätze) das gewollte Grundgesetz einer Organisation. Ein Leitbild ist eine Festschreibung des langfristigen Wollens der Organisation und ihrer Mitglieder. In ihm kommt ein Ideal zum Ausdruck, welches die Empfindungen und das Handeln der Organisationsmitglieder bestimmen. Insofern ist das Leitbild die bewusst gemachte und gewollt ideale Organisationskultur
(kollektives Sinnsystem). Das Pflegeleitbild der Ambulanten Krankenpflege cum laude GmbH ist zukunfts- und handlungsorientiert. Es setzt sich aus den Visionen, Globalzielen und Leitsätzen zusammen:

2.1 Unsere Zukunftsvision
Wir haben ein Bild von unserer Zukunft (Vision) und von den Menschen für die und mit denen wir arbeiten. Aus diesen Visionen leiten wir unsere Ziele und Leitsätze ab.

Unser Bild vom Menschen
Wir sehen jeden Menschen als personales System, als ganzheitliches
Leib-Geist-Seele-Subjekt, das eingebettet ist in seinem jeweiligen sozioöko-
logischen Kontext im zeitlichen Kontinuum. Der Mensch ist fähig zur Selbst-
verwirklichung und Selbsterhaltung, zu organismischer Selbstregulation,
zu ständigem Wachstum unter gleichzeitiger Wahrung seiner Identität.
Unsere Vision vom Pflegedienst cum laude
Wir sind ein zukunftsfähiger Pflegedienst und verkörpern eine Wachstums-
branche. Wir gehören zu den besten Pflegeeinrichtungen.
Unsere Kernleistungen sind ergänzungs- und ausbaufähig.
Unsere Vision vom professionellen Handeln
Unser fachliches Handeln gründet sich auf Qualitätsstandards und
Wirtschaftlichkeit. Wir arbeiten kundenorientiert und zeiteffizient.
Wir arbeiten stets professionell und zuverlässig.

2.2 Globale Zielsetzungen und Leitsätze
Aus den Visionen des Pflegedienstes cum laude lassen sich die globalen
Ziele ableiten. Für den Pflegedienst stellen sie mittel- und langfristige
Entwicklungsfelder dar:

I. Unsere professionelle Pflege geht von den Bedürfnissen
unserer Patienten aus und zielt auf die Erhaltung der selbst-
ständigen Lebensführung ab.
Wir berücksichtigen die individuelle Lebenssituation jedes Menschen
und knüpfen mit unserer Pflege unmittelbar daran an. Wir achten die
Würde und die Selbstbestimmung jedes Menschen.
In der Pflege fördern wir die Selbstbestimmung und Entscheidungs-
kompetenz der Patienten. Der Patient wird bei der Pflegeplanung, der
Zielentwicklung, der Auswahl der Pflegemaßnahmen und der Auswahl des
Pflegepersonals weitestgehend einbezogen.
In unserer geplanten Pflege gehen wir vom Pflegemodell der zwölf Lebens-
aktivitäten (nach Nancy Roper) aus. Nach Nancy Roper wird die Pflege
dann erforderlich, wenn Menschen Probleme im Zusammenhang mit den
Lebensaktivitäten lösen oder bewältigen müssen. Für den Pflegeprozess müssen
dazu Anamnesen erstellt, Zielsetzungen formuliert und die Durchführung
geplant werden. Dieses Pflegemodell setzt bei den Aktivitäten des täglichen
Lebens an, d.h. die Pflegenden übernehmen und fördern Aktivitäten, die der
Patient auf Grund seiner Krankheit selbst nicht durchführen kann. Oberstes
Ziel dabei ist, dass der Patient hinsichtlich seiner Lebensaktivitäten von einer
pflegerischen Abhängigkeit zur Unabhängigkeit bzw. Selbstständigkeit begleitet
wird. Nach N. Roper wird Pflege dann als notwendig erachtet, wenn der Ent-
wicklungsprozess eines Menschen durch Krankheit oder Unfall beeinträchtigt wird.
II. Wir unterstützen die pflegenden Angehörigen in der
Realisierung ergänzen der Leistungen.
Die Unterstützung pflegender Angehöriger umfasst die Anleitung, Beratung
und Begleitung. Wir versuchen den Angehörigen ein Pflegeverständnis und die
damit im Einzelfall verbundene Notwendigkeit einer professionellen Pflege zu
vermitteln. Uns ist es wichtig, den Angehörigen eine Einsicht in die Pflegekosten
zu vermitteln um sie in begründeten Fällen zur Kostenbeteiligung zu bewegen.
III. Wir wollen unseren Pflegedienst als Einrichtung zum
regionalen Marktführer entwickeln.
Die Entwicklung des Pflegedienstes ist gekennzeichnet durch eine konti-
nuierliche Steigerung der Kundenzufriedenheit, Qualitätsentwicklung und
Angebotserweiterung. Synergieeffekte erwarten wir einerseits aus der
Kooperation zwischen ambulantem und stationärem Bereich und anderer-
seits aus der Entwicklung zusätzlicher Serviceleistungen.
IV. Unser klares Führungskonzept zielt auf die Qualitäts-
entwicklung der Einrichtung und Kompetenzentwicklung aller
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab.
Die Führung das Pflegedienstes ist transparent geregelt und schafft
alle Voraussetzungen für kompetentes Handeln und engagierten Personaleinsatz.
Die Personalführung basiert auf der Achtung der Würde und der Förderung
von Stärken aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
V. Die Arbeit des Pflegedienstes ist Teamarbeit.
Die Pflegeleistung ist Teamarbeit. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
des Pflegedienstes sind den Zielen des Pflegedienstes cum laude verpflichtet.
Sie arbeiten zusammen, um die Pflege für den Patienten in höchster Qualität
zu erbringen. Die Zusammenarbeit im Team gestaltet sich kooperativ und
arbeitsteilig. Die arbeitsteiligen Aufgaben sind in den jeweiligen Stellen-
beschreibungen (siehe Anlage I) verankert. Schwierige Situationen (z.B. Umgang
mit schwierigen Patienten, Probleme und Konflikte) werden im Team (z.B. Team-
und Fallbesprechungen) oder individuell (z.B. Mitarbeitergespräche) geklärt.
Für die Entwicklung der Teambeziehungen findet regelmäßig Supervision statt.
VI. Unsere wichtigste Ressource ist das Personal.
Wir schaffen Bedingungen,  dass sich das Personal planmäßig
und systematisch entwickeln kann.
Die systematische Personalentwicklung ist eine Voraussetzung
für die Kostensenkung, Qualitätsentwicklung und Erhöhung der Betriebs-
ergebnisse. Die Personalentwicklung erfolgt auf mehreren Ebenen:
+ Förderung der methodischen, persönlichen und sozialen Kompetenzen
+ Verstärkung der Mitverantwortung und Mitwirkung.